Ausgegraben: Eat – Sell me a God

Die Reihe „Ausgegraben“ stellt in unregelmäßigen Abständen Scheiben vor, die es auch Jahre nach ihrer Veröffentlichung wert sind, nicht im Plattenschrank zu verstauben, sondern noch einmal gehört zu werden.

Eat – Sell me a God

eat_sell-me-a-god_180Das Quintett Eat hat sich auf „Sell me a God“ bereits dem Swamp Sound und Texmex-Rock gewidmet, lange bevor Tito & Tarantula durch ihren Auftritt in „From Dusk till Dawn“ solche Art von Musik populär machten. Die Songs auf „Sell me a God“ scheinen direkt aus den Sümpfen Louisianas oder der mexikanischen Stadt Tijuana zu kommen. Wer nun denkt, so was machen in jedem Fall Amerikaner, liegt falsch: Eat kamen aus London, England.

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Leicht schrammelig klingende Stakkatogitarre hört sich nach Garage an und der immer wiederkehrende Einsatz von Mundharmonika lässt Gedanken an Sombreros aufkommen. Die Qualität der ersten Songs auf der Scheibe, „Tombstone“, „Electric City“ und „Fatman“ wird leider nicht bis zum Schluss durchgezogen, es macht sich zum Ende hin etwas Eintönigkeit breit. Die Texte Doolittles sind nicht gerade eingängig und lassen reichlich Platz für Interpretation.

Erschienen ist „Sell me a God“ 1989 auf dem Label „Fiction“, welches jahrelange Heimstatt für „The Cure“-Scheiben war und als Inbegriff des qualitätsvollen Indie- und Alternativerocklabels galt. Heute veröffentlicht Fiction CDs unter anderem von Kate Nash, White Lies, Filthy Dukes oder The Maccabees. Eat lösten sich 1995 auf.

Songs:

01. Tombstone
02. Electric City
03. Fatman
04. Stories
05. Walking Man
06. Skin
07. Red Moon
08. Insect Head
09. Body Bag
10. Things I Need
11. Judgement Train
12. Gyrate
13. Summer In The City
14. Mr & Mrs Smack

Musiker:

Ange Doolittle – Vocals
Paul Nobel – Gitarre
Max Nobel – Gitarre
Tim Sewell – Bass
Pete Howard – Schlagzeug