Konzertfotos: Anvil (Luxor, 05.07.2010, Köln)

Nein, vom gigantischen Erfolg solcher Thrash-Metaller wie Metallica oder Slayer sind sie weit entfernt. Und das, obwohl sie die Messlatte in Sachen Geschwindigkeit lange vor den beiden Rockgrößen Anfang der 80er Jahre sehr hoch legten. Doch ihr Underdogdasein hintert Anvil keineswegs daran, Jahr für Jahr Platten aufzunehmen und vor einer handvoll hartgesottener Fans Konzerte zu geben. Und bei diesen Speed- und Thrashmetal in ursprünglicher, authentischer Art und Weise zu zelebrieren.

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anvil100705_2584_hl_250x165Na ja, es war schon etwas mehr als eine handvoll Metaller, genau gesagt gut 200, die am 5. Juli im Kölner Luxor den Auftritt von Gitarrist und Sänger Steve „Lips“ Kudlow, Schlagzeuger Robb Reiner und Bassist Glenn Five verfolgten. Belohnt wurde deren Fantreue mit einem energetischen, knapp anderthalbstündigen Set, bei dem das Trio einmal mehr zeigte, dass man auch ohne monetären Erfolg und volle Stadien Spaß in Sachen Musik haben kann. Unermüdlich und ehrgeizig, mit ihrem Schattendasein als Rockstars kokettierend, intonierten Anvil Songs aus dem Anbeginn ihrer Bandtage bis hin zum jüngsten Album „This Is Thirteen“.

Thrasher in Reinstform, wie „Winged Assasins“, straighte Hardrocker wie „School Love“ oder der Titelsong der aktuellen Scheibe mit Doom-Metal-Anleihen entlockte dem Publikum wohlwollendes Händerecken, nackenmuskelpenetrierendes Headbangen und begeistertes Skandieren des Bandnamens. Und das gefiel dem doch mittlerweile etwas zauselig daherkommendem Lips genau so gut, wie der kanadische Metal den Fans. Hier die Fotos vom unterhaltsamen Konzert, bei dem die Distanz zwischen Band und Fan Song um Song schmolz. (Fotos: Helmut Löwe)

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