Alternativerocker Chevelle mit „La Gárgola“ auf Deutschlandtour

So richtig bekannt sind Chevelle ja nicht in Deutschland. Zwar traten sie zuletzt bei Rock am Ring auf, rangierten dort im Line-Up allerdings eher unter ferner liefen. Wenn es nach Management, Label und Tourveranstalter geht, sieht dies aber ganz anders aus: „Mit diversen Gold- und Platinauszeichnungen versehen, zählen die Alternative-Rocker von Chevelle zu den ganz Großen ihres Genres.“ So zumindest wird über das Trio aus Chicago geschrieben, wenn es um die Ankündigung seiner kommenden Tour geht – und die Chevelle mit ihrem neuen Album „La Gárgola“ zu vier Terminen im November auch nach Deutschland führt.

Tja, und wenn man sich dann die Musik Chevelles anhört, stellt man fest, dass die obige Äußerung über die Truppe womöglich gar nicht mal so falsch ist. Denn Sänger und Gitarrist  Pete Loeffler, Drummer Sam Loeffler und Bassist Dean Bernardini liefern ordentliches, satt klingendes, gleichzeitig rauhes aber auch melodisches Material ab. Und qualitativ hochwertig ist es ebenso. Nicht wirklich verwunderlich dann, dass Chevelle bereits sechs Alben an den Start gebracht haben, die in den USA millionenfach verkauft wurden.

Keine „x-beliebige Rock-Band“

Im Vergleich zu der vorherigen Veröffentlichungen gehen Chevelle auf „La Gárgola“ etwas härter zur Sache, steigen mit dem Opener „Ouija Board“ mal so richtig kräftig ins Geschehen ein – da kommt auch der Hartmetaller auf seine Kosten. Nicht täuschen lassen darf man sich vom Titel „Jawbreaker“: dieser hat mit dem Judas-Priest-Song vom Album „Defenders of the Faith“ nichts zu tun. Meist bewegen sich die Songs im Midtempobereich, die fast schon obligatorische Ballade ist mit „One Ocean“ auch vertreten – kann aber nicht überzeugen.

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„Ich möchte einfach nicht, dass Chevelle wie jede x-beliebige Rock-Band da draußen klingt“, erklärt Frontmann Pete Loeffler. „Mein Ziel war es, etwas faszinierend Schönes und Finsteres zugleich zu erschaffen.“ Na ja, vielleicht liegt dann deswegen beim Hören auch der Vergleich zu den Progmetalikonen Tool nahe, denn diesen gelingt die Symbiose aus etwas (musikalisch) Schönem und Finsteren fast schon optimal. Im November kann man sich vom Können Chevelles live überzeugen. (Bandfoto: Andrew Barkules)

Anspieltipps: Ouija Board, Choking Game, Under the Knife

getmorechevelle.com

Chevelle im November 2014 in Deutschland

03.11. – München,  Backstage
04.11. – Berlin, C-Club
05.11. – Köln, Luxor
06.11. – Hamburg, Knust