Muse mal ganz klein: Clubkonzert in Köln

Die kleine Nummer, wenn es um Konzerte geht – das ist üblicherweise nicht das Ding von Muse. Wenn die britischen Bombastrocker auf den Bühnen stehen, dann auf den ganz großen, mit der vollen Packung an Showbrimborium und fast allem, was Optik und Akustik zu bieten haben. Sei es als Headliner bei Rock am Ring vor 80.000 Leuten oder in der Londoner Wembley-Arena, wo sich dann an zwei Tagen hintereinander schon mal jeweils 60.000 Fans versammeln. Doch hin und wieder, ziemlich selten, schalten Sänger und Gitarrist Matthew Bellamy, Bassist Christopher Wolstenholme und Schlagzeuger Dominic Howard mal ’nen Gang zurück.

So wie am 30. Juni 2015: Dann nämlich treten Muse zu einem für ihre Verhältnisse sehr, sehr kleinen Konzert an. Im Kölner Gloria-Theater gibt es das Trio für lediglich 600 Zuschauer zu sehen und zu hören. Einen knappen Monat nach Erscheinen ihres siebten Studioalbums „Drones“ präsentieren Muse die brandneuen Songs in geballter Kraft und in kleinem Kreise. Köln scheint bei Muse beliebt für solch intimen Konzerterlebnisse – im Musemaßstab – zu sein. Bereits 2012 gaben die drei Musiker das Auftaktkonzert ihrer Tour zum Album „The 2nd Law“ im dortigen E-Werk (Konzertbericht: Muse überrollen kleines E-Werk mit großem Arena-Bombast). Und nur 2.000 Fans waren dabei. Die Tickets für die Show gingen in nur drei Minuten über den Tresen.

Diesmal allerdings können die Fans keine Tickets für die Clubshow kaufen – lediglich gewinnen kann man die begehrten 600 Eintrittskarten. Wo man die Tickets abstauben kann, wurde auf auf Facebook angekündigt, auch beim Radiosender Einslive kann man Eintrittskarten gewinnen. Mal sehen, ob dann die Songs von „Drones“ ihrem doch rockigeren Status als jene Lieder von „The 2nd Law“, welche sehr poppig und synthesizerverspielt daherkamen, auch live gerecht werden. (Foto: Danny Clinch)

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