Mit „Stargazing for Beginners“ von Pale Seas macht Sternegucken Spaß

Bei dem düsteren Cover mit einem draculagleichem Schädel, der sich bei näherem Hinsehen als Gebilde eines nächtlichen Himmels herausstellt, denkt man doch in der Tat an Shoegazing. Aber nein, bei Pale Seas Debütalbum handelt es sich ums nach oben gucken, ums Stargazing. Ums Sternengucken für Anfänger, „Stargazing for Beginners“. Doch allzuweit sind das Stargazing der britischen Band und das Shoegazing nicht voneinander entfernt: alles ziemlich melancholische Musik, die uns entgegenschallt.

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Bei dem, was uns Sänger Jacob Scott, Gitarrist Graham Poole, Bassist Matthew Bishop und Schlagzeuger Andrew Richardson vorsetzen, hat die musikalische Melancholie allerdings stets frohgemute Momente. In etwa so, als wenn man durch einen zwar dunklen, doch von sommerlichem Licht durchsetzten Wald spaziert, dessen moosbesetzter Boden eine fast schweben lässt. Sehr schöner Indiepop, da macht das Sternegucken echt Spaß.

Kleine und glitzernde Indiepop-Perlen

Die nölende, leicht näselnde Stimme Scotts darf gerne als Alleinstellungsmerkmal par excellence herangezogen werden. Beim ersten Hören ist man vielleicht etwas genervt vom Gesang, doch je öfter „Stargazing for Beginners“ seine Runden im CD-Spieler dreht – und das sollte es unbedingt – desto mehr erwärmt man sich für das Gesamtwerk der Pale Seas. Alleine musikalisch gesehen sind die Songs irgendwo bei The Verve oder Suede angesiedelt, der Waschzettel bringt – nicht unbedingt nachzuvollziehen – Neil Young und PJ Harvey ins Spiel.

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Die melancholisch Stimmung der Songs wird immer wieder aufgehellt durch eingängige Melodien, die zum Beispiel mit „Someday“, „Bodies“ oder „Animal Tongue“ kleine und glitzernde Indiepop-Perlen ans Tageslicht bringt. Aus dem Stargazing wird dann doch Shoegazing, wenn der Titelsong oder „Heal Slow“ düstere Traurigkeit ins Gehör transportieren. Die gut sieben Minuten von „Evil is always one Step behind“ entlassen einen am Ende der Scheibe auf eine ziemlich entspannt-beruhigte Ebene. (Foto: Hollie Fernando)

“Stargazing for Beginners” von Pale Seas hat mit zehn Titeln eine Laufzeit von 41:39 Minuten. Die Platte ist erscheinen bei Abbey Records und wird von Alive vertrieben.

Anspieltipps: Into the Night, My own Mind, Blood return

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