The Murder Capital

The Murder Capital aus Dublin – der neue, heiße Scheiß des Post-Punks?

Wenn man als Band aus Dublin kommt, dann macht man nicht automatisch munteren Irish Folk wie die Dubliners, oder vom Irish Folk inspirierten Rock mit Punkattitüde wie die Pogues, oder Alternativrock so wie Ash, oder Shoegaze wie My Bloody Valentine, oder Stadionrock wie U2. Man kann auch die Genres munter durcheinander mischen und den Schwerpunkt auf Post-Punk legen – ein bisschen so in Richtung der Briten Joy Division. Und genau so machen es The Murder Capital

Die Hauptstadt der Mordes ist ein Quintett aus der Hauptstadt Irlands. Und gilt vielen – vor allem auch in den irischen und britischen Musikmedienmenschen – als der neue und heiße Scheiß in Sachen alternativer Musik mit Post-Punk-, Noiserock-, New-Wave-, Garagerock- und Shoegazeeinfluss. Rumpelig und roh ist das, was James McGovern, Damien Tuit, Cathal Roper, Gabriel Paschal Blake und Diarmuid Brennan so an Sounds von sich geben. Und – so muss man es einfach mal festhalten – sehr nahe dran an jenem einst von Joy Division etablierten rohen Rocksound unmittelbar im Anschluss an die Punkära.

Da gibt es nicht viel zu hören im Netz

Wer’s nicht glauben will, der höre sich halt einfach die aktuelle Single von The Murder Capital namens „Green & Blue“ an (die Ähnlichkeit zu New Model Armys „Green And Grey“ ist rein zufällig) . Da tut sich nämlich ganz augenscheinlich eine Nähe zu dem Output von dem 1980 gestorbenen Ian Curtis, Bernard Sumner, Peter Hook und Stephen Morris auf. Das Erstaunliche ist, dass es von The Murder Capital nicht besonders viel im Netz zu hören gibt – gerade einmal drei Songs schwirren durch die digitale Welt.

Von sich reden macht die Band dann schon eher dank ihrer Konzerte. Und von denen gibt sie reichlich in den kleineren Clubs vor allem in Irland und Großbritannien. Diese sind – so liest man es – zumindest so gut und aufmerksamkeitsweckend, dass selbst der britische Guardian sehr wohlwollend berichtet. Und die überregionale Irish Times ist der festen Meinung, The Murder Capital habe ein solch „großartiges Potenzial, ihre Stadt hinter sich zu lassen“.

Gut ist die Musik von The Murder Capital allemal. Wer etwas mehr aus erster Hand erfahren möchte, der liest sich das Interview des Musikmagazins „Loud and Quiet“ mit Sänger James McGovern und Gitarrist Damien Tuit durch. (Foto: Gav Ovoca)

themurdercapital.com

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