The Demtones - Cover

The Demtones, hey, ho, let’s rock’n’roll the good way

Huch, heißen The Deftones nicht mehr The Deftones, sondern haben sich umbenannt in The Demtones? Nee, The Demtones haben auch mal so rein gar nichts mit den amerikanischen Alternativerockern und Alternativmetallern zu tun. The Demtones ist ein schwedisches Quartett, welches sich ganz und gar dem treibenden Rock’n’Roll mit einem leichten Geschmack von Classic Rock, Blues- sowie Boogierock verschrieben hat.

Spätestens dann, wenn die ersten Töne von „Valerie“, Opener des nach dem Bandnamen benannten Debütalbums, aus den Lautsprechern kommen, weiß man, dass hier keine alternativen Metaller, sondern waschechte Rock’n’Roller am Werke sind. Solche, die sich von der Mucke früherer Jahrzehnte haben infizieren lassen und retromäßig geradeheraus drauflos rocken – und dies gut. Das Drauflosrocken machen The Demtones mit „energy, groove and lead guitars“, so wie sie es auf iher Website verlauten lassen.

Und außerdem lassen sie auf Ihrer Website verlauten, dass sie das Album zu dritt auf den Weg brachten, nun jedoch zu viert zugange sind. Sänger und Gitarrist Oscar Ericsson, Bassist Alfred Andersson und Drummer Martin Behm Stener machen die gute Musik auf der Platte, die von Jokke Pettersson produziert wurde. Gitarrist Pettersson ist nun weiteres Bandmitglied.

Nix mit Schnickschnack und Firlefanz

The DemtonesZu viert bekommen The Demtones den satten Sound ihres Rock’n’Rolls dann wohl live auch genauso schick hin, wie es die Aufnahmemöglichkeiten im Studio erlauben. So nämlich kommt das exzellente Gitarrensolo auf „I come around“, das kurz an das unglaublich lange Solo von Lynyrd Skynyrds „Freebird“ erinnert, in den Genuss einer Rhythmusgitarre, welche ihre Arbeit nicht einstellen muss. Mit viel kompositorischem Schnickschnack, Tempiwechseln, Genrehopping oder anderem Firlefanz, welcher dem unbeirrten Drauflos auf der Rockautobahn in den Weg käme, halten sich The Demtones gar nicht erst nicht auf.

Die Songs der Schweden sind zwar auf der einen Seite leicht zu genießen, aber nicht leicht zu nehmen: Man höre da nur mal in „Free“ rein, welches erst nach langsamem Beginn über einige Drehungen und Wendungen zum richtigen Rocker reift.  Das sehr gute Handwerk, der straigthe Rock und die coolen Songs von The Demtones machen uns Spaß – und das nicht erst nach dem fünften oder sechsten Durchlauf. Zum Glück hält dieser Spaß dann auch noch nach dem siebzehnten Durchlauf an! Wenn er doch nur etwas länger als eine gute halbe Stunde dauerte! (Foto: Casper Jarmo)

Das Debütalbum von The Demtones mit Veröffentlichungsdatum 18. Oktober hat neun Songs mit einer Spieldauer von 32:40 Minuten.

Anspieltipps: I come around, You don’t know, Free

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