„The Fountain“ von Echo & The Bunnymen: gut – so wie früher

Neues Material von alten Hasen, das nicht wahnwitzig neu klingt, aber auch nicht nach altem Aufgewärmten: Das liefern Echo & The Bunnymen mit ihrem Album „The Fountain“, das am 12. Oktober veröffentlicht wurde. Ian McCulloch und Will Seargent, Gründungsmitglieder und nach gut 30 Jahren Historie der Kern der Liverpooler Band, haben mit „The Fountain“ die elfte Scheibe an den Start gebracht.

echo-bunnymen_fountain_180Ein erstes Reinhören offenbart, dass „The Fountain“ zwar nicht gerade einen Quell des innovativen Indie- oder Waverock ist, aber dass Echo & The Bunnymen im Gegensatz zu vielen ihrer früheren Kollegen nicht nachgelassen haben. Die Single „Think I Need It Too“, die die Band als kostenlosen Download auf ihrer Website anbietet, hätte auch gut Anfang der 80er erscheinen können – und wäre damals beileibe nicht schlechter gewesen, als heute. Wenn der Bekanntheitsgrad von Echo & The Bunnymen auch in Deutschland über die Szene hinaus reichte, würde „Think I Need It Too“ sicherlich weit oben in den Charts rangieren: Melodisch, ohne in alltäglichen Pop abzudriften, genug Gitarren, um nicht als Weichspüler durchzugehen und der melodramatische Gesang McCullochs – auch nach mehr als einmal hören ein toller Song.

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„The Fountain“ ist in Zusammenarbeit mit dem schottischen Produzenten John McLaughlin entstanden. „Wir sind enge Freunde, und weil ich für ‚The Fountain“ einen großen und soliden Sound haben wollte, der die Texte unterstützt, kam ich sofort auf ihn“, so McCulloch. Die ersten Ideen zum Album entstanden 2007, als McCulloch mit drei Londoner Musikern herumexperimentierte: „Ich hatte das Gefühl, dass Will und ich diesmal anders an das Material herangehen sollten, aber es sollte natürlich nach „Echo & The Bunnymen klingen.“  Und das tut es, selbst wenn der Musik auf „The Fountain“ eine gewisse „Schrägheit“ abhanden gekommen ist und der Gesang weniger extravagant klingt als zum Beispiel in „Killing Moon“ oder „The Cutter“ aus den 80ern.

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