Foo Fighters feuerten im Gloria aus allen Rohren

foofighters110228-melchior_040_250x165Ein langer Abend sollte es werden, kündigte Dave Grohl zu Beginn des Konzerts an: „Wir können heute so lange spielen, wie wir wollen“, so der Frontmann der Foo Fighters zu den etwa 700 Fans im Kölner Gloria, die Tickets für den Exklusivauftritt der amerikanischen Rockheroen am Montagabend, den 28. Februar, ergattert hatten. Nun ja, ganz so unglaublich lange, wie manch einer vielleicht gefürchtet hatte, wurde es zwar nicht, doch mit etwa zweieinviertel Stunden Spieldauer stellten die Foo Fighters so manches reguläre Konzert locker in den Schatten.

Denn der Auftritt von Grohl & Co. war kein Konzert wie jedes andere: Nur geladene Gäste und Ticketgewinner bekamen live die Klassiker der Band und Titel des neuen Albums „Wasting Light“ zu hören, welches am 8. April veröffentlicht wird. Die Eintrittskarten hatten  Telekom Music Moments, Sony Music und der Radiosender Eins Live unters Volk gestreut. Das Konzert im Gloria gehörte zu einer Handvoll Konzerte vor kleinem Publikum, die die Foo Fighters vor ihren Festivalauftritten und Konzerten in großen Hallen im Sommer geben.

Tattoovergleich und kafkaeske Szenen

foofighters110228-melchior_026_250x165Mit dem Eröffnungstitel des Auftritts feuerte die Band auch gleich den ersten Song des neuen Albums ab: „Bridge burning“. Und von da an ratterte die Rockmaschine Foo Fighters druckvoll und mitreißend nahezu ohne Unterlass. Lediglich durch einige Ansagen Grohls unterbrochen, in denen er sich gutgelaunt dem Tattoovergleich mit einem Fan stellte, die Zuschauer zu lautstarken Aktivitäten aufstachelte und mit Publikum und Bandkollegen herumalberte. Sogar Zeit für kafkaeske Szenen war: wie sonst anders sollte man beschreiben, wenn ein Keyboarder bei „Skin and Bones“ zum Akkordeon greift, während die Gitarrenfront aus allen Rohren bläst?

Was all jene Foo-Fighters-Fans im Rheinland besonders interessieren dürfte, die am Montagabend nicht dabei waren: „Wir kommen im Sommer wieder“, kündigte Grohl an. Und meinte damit nicht nur die Auftritte beim Hurricane-, Southside- und Highfieldfestival. Denn am 23. August tauchen die Foo Fighters  erneut in Köln auf: Sie geben ein Konzert in der Lanxess-Arena. Dann aber ohne die intime Probenraumatmosphäre, wie sie das Publikum im Gloria erlebte. (Alle Fotos: Jochen Melchior)