Manu Chao und Radio Bemba live in Deutschland 2015

Man kann ihn, ohne schlechtes Gewissen zu haben, als Robin Hood der modernen Musikszene bezeichnen: José-Manuel Thomas Arthur Chao, viel besser bekannt als Manu Chao. Der in Paris geborene Musiker ist anders als andere weltweit bekannte Künstler, deren Plattenverkäufe in die Millionen gehen. Und das nicht erst heute: Schon zu Zeiten der Politband Mano Negra, in der er unter anderem mit seinem Bruder Antoine Chao und seinem Cousin Santiago Casariego spielte, ging es um die Vermischung von Musikgenrres, um das Verwenden vieler Sprachen (Spanisch, Französisch, Englisch, Porugiesisch, Arabisch…) und um ganz viel Politik und Weltkritik.Um das musikalische Eintreten für Minderheiten und Benachteiligte. Ach ja, die Geschichten aus einem profanen Alltagleben, die jeden umtreiben, wollen nicht vergessen sein.

Daran hat sich auch wenig nach dem Ende Mano Negras und dem Beginn der Solokarriere geändert: Weltmusik – eine Mischung aus Punk, Ska, Reggae, Rap, Salsa und verschiedener lateinamerikanischer und afrikanische Musikstile – und Politik, vorrangig im Themenbereich der Globalisierung, Sozialkritik, Migration und Rassismus, sind das Standbein Chaos. Auf der Bühne steht er, wenn er sich nicht lieber in politischen Diskussionen engagiert, mit dem Radio Bemba als Sound System. Und dann geht es sehr ordentlich ab, dann verwandeln sich auch getragene Titel zum Ende hin meist in ein Ska- oder Punkfeuerwerk. So wie sicherlich auch im Sommer 2015 auf den Open-Air-Bühnen Deutschlands. Dann nämlich tritt Manu Chao mal wieder in der Republik auf.

Auf in die Casa Babylon unter freiem Himmel

Welch ein Glück, la Ventura. Denn auf regulärer Tour waren Chao und das Radio Bemba Sound System zuletzt vor acht Jahren in Deutschland  live zu sehen und zu hören, im Herbst des Jahres 2007. Passend zu Veröffentlichung seines bislang letzten Studioalbums „La Radiolina“. Unter anderem im Monate vorher ausverkauften Kölner Palladium, in das Fans teils hunderte von Kilometern aus dem In-und Ausland anreisten. Die Chancen stehen also nach solch langer Abwesenheit verdammt gut, dass zu den vier angekündigten Konzerten Chaos die Fans mal wieder jede noch so weite Anreise in Kauf nehmen, um am Ereignis der politischen Weltmusik teilzunehmen und in die „Casa Babylon“ einzuziehen. (Fotos: Helmut Löwe)

Manu Chao im Sommer 2015 live in Deutschland

08.06. – Köln, Tanzbrunnen
10.06. – Hamburg, Stadtpark
12.06. – Dresden, Junge Garde
14.06. – Berlin, Zitadelle

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