Mastodon: Hushed and Grim, Cover

Mastodon schaffen mit „Hushed and Grim“ ein Kunstwerk variablen Rocks

Muss man Hörer in der heutigen Zeit, in der für viele Musik nur schneller Konsum ist, gleich mit einem Doppelalbum neuer Songs überfallen? Muss man für Fans wirklich mit 86 Minuten neuen Materials ins Rennen gehen? Selbstverständlich, wenn man’s kann! Und Mastodon können’s! Das neue Werk „Hushed and Grim“ der Rocker aus dem US-amerikanischen Atlanta ist ein Kunstwerk abwechslungsreichen und höchst professionellen genreübergreifenden Rocks.

Auf ihrem neunten Studioalbum (die Kompilation „Call of the Mastodon“ eingerechnet) hauen Mastodon ganz großes Zeugs raus. Als Hörer bekommt man von Gitarrist Bill Kelliher, Gitarrist und Sänger Brent Hinds, Bassist und Sänger Troy Sanders sowie Drummer und Sänger Brann Dailor ein kreuz und quer, ein drunter und drüber serviert. Das Quartett pendelt den Rock ganz schön weit aus.

You want it, you got it

Mastodon

Progressive Metal, Progressive Rock, Sludge, Psychedelic Rock, Alternative Rock, Alternative Metal und was nicht noch alles – you want ist, you got it! Selbst poppiges Material des Rocks verirrt sich auf „Hushed and Grim“, wenn man sich Passagen von „Teardrinker“ oder „Eyes of Serpents“ vor Augen, respektive Ohren führt. Ja, sogar eine Ballade hat die Band dazwischen gemogelt: „Had it all“ ist dann wirklich ziemlich hushed.

Wer nun anbringt, dass Mastodon damit aber ganz schön eingängig sind, der widmet sich eben etwas ausführlicher solchen Titel wie „Pushing the Tides“ oder „Savage Lands“. Die haben nämlich einen schönen, derben und progressiven Wumms! Oder gönnt sich „Gobblers of Dregs“. Da gibt’s dann nämlich solch erfreulich verquere Gitarrenpassagen, dass der Liebhaber progressiven Rocks und Metals zufriedengestellt ist.

Das Musikuniversum Mastodons erschließen

Mit „Hushed and Grim“ haben Mastodon ein sehr variables Album an den Start gebracht. Womöglich werden all jene Fans, welche die Vertracktheit, die Verwirrtheit und die oft schwere Zugänglichkeit von Mastodon-Songs besonders goutierten, nicht vollends zufrieden sein. Aber genau jene Hörer, die Mastodon wegen der Komplexität und der Kniffligkeit deren Lieder bislang mieden, können mit dem Album einen erneuten Versuch starten, sich das Musikuniversum Mastodons zu erschließen! Eine sehr, sehr lobenswerte Scheibe. (Foto: Clay McBride)

„Hushed and Grim“ von Mastodon hat mit 15 Songs eine Laufzeit von 86:33 Minuten. Das Doppelalbum ist erschienen auf dem Label Reprise Records und wird vertrieben von WMG.

Anspieltipps: Pain with an Anchor, Sickle and Peace, Dagger, Savage Lands

www.mastodonrocks.com

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