Our Darkest Days - Cover von Snakes and Ladders

„Snakes and Ladders“ von Our Darkest Days ist verdammt großartig

Erstens: Geiler Melodic Hardcore und Skatepunk kommt von der Westküste der USA! Na ja, stimmt irgendwie, aber auch nicht so ganz. Klar, der Ursprung des extrem schnellen Rockgenres liegt in Kalifornien, in Los Angeles, Hermosa Beach, und Orange County. Doch auch Rise Against aus Chicago oder Millencolin aus Schweden sind in den Genres außergewöhnlich gut und beliebt. Zweitens: Our Darkest Days ist ein Album der Westcoast-Hardcoreprotagonisten Ignite. Na ja, stimmt auch irgendwie, aber ebenfalls nicht so ganz. Denn Our Darkest Days heißt nämlich auch eine Band aus Quebec.

Our Darkest Days machen Skatepunk – und das nicht im sonnig-warmen Südwesten der USA, sondern im regnerisch-kühlen Osten Kanadas, am Sankt-Lorenz-Strom. Das, was die Band abliefert, ist extrem gekonnt und hinkt der Musik der großen Namen des Melodic Hardcores und Skatepunks um gar nichts hinterher. Irgendwie nachzuvollziehen, tauchen in der Vita von Our Darkest Days doch Namen wie Ignite, Propagandhi und Lagwagon als Vorbilder auf. So wundert es keinesfalls, dass die neue Scheibe „Snakes and Ladders“ eine verdammt gute Scheibe ist.

Unglaubliches Skatepunkfeuerwerk

Our Darkest Days, BandfotoMit „Snakes and Ladders“ gönnen uns Sänger Vince Fournier, die beiden Gitarristen Danny Greene und Sebastien Ladouceur, Bassist Jam Gosselin und Schlagzeuger Sean Connors ausgezeichnetes Material. Der Nachfolger des Debütalbums „A Common Agony” ist wie ein Ausbund an unglaublichem Tempo, von Überschalldrums befeuert, an Hochenergieriffs und Gitarrenwänden sowie an großen Melodien. Sobald das Intro ausgetickt hat und „These fast Times“ erklingt, offenbart sich dem Hörer ein unglaubliches Skatepunkfeuerwerk. Puh, das sind Geschwindigkeiten, die einen – säße man in einem Sportwagen – ununterbrochen in den Sitz pressen.

Und der Mann am Steuer, respektive der am Mikro, der brüllt den Instrumenteneskapaden nicht einfach wirr entgegen: Fournier singt mit klarer Stimme entlang des roten Fadens der Hochgeschwindigkeit. Er tut dies nicht allein. Hilfe erhält er von Steve Rawles von Belvedere, Étienne Dionne von Mute, Geir Pedersen von Adhesive sowie von Sängerin und Pianistin Valérie Morin – allesamt Landsleute. Mit „Snakes and Ladders“ veröffentlichen Our Darkest Days ein Album, das wirklich verdammt baff macht. Und das echt großartig ist. Kanada hat so in Sachen Punk wieder einen Stein mehr im Brett! (Foto: Pressefoto)

„Snakes and Ladders“ von Our Darkest Days hat mit 13 Songs eine Laufzeit von 41:38 Minuten. Das Album ist erschienen auf dem Montrealer Independent-Label Thousand Island Records und wird in Europa vertrieben von Lockjaw Records .

Anspieltipps: These fast Times , Through our Veins, All that remains, The Road to Nothingness

ourdarkestdays.bandcamp.com

www.facebook.com/ourdarkestdays

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