Victory, Cover von Gods of Tomorrow

Victory holen mit „Gods of Tomorrow“ den Sieg nach Punkten

Herman Frank hat offensichtlich Bock auf Rock. Hört sich komisch an, ist aber so. Denn der Gitarrist zeigt sich im Jahre 2021 sehr aktiv, was das Veröffentlichen neuer Platten betrifft. Zuerst brachte der Musiker aus Hannover im Mai unter seinem eigenen Namen mit „Two for a Lie“ traditionellen Heavy Metal an den Start. Und jetzt, Ende November, ist Frank an einer weiteren Veröffentlichung harten Rocks und schweren Metalls aus deutschen Landen beteiligt: „Gods of Tomorrow“ von Victory.

Ebenso wie Accept, die Scorpions, Helloween, Running Wild oder Rage gehören Victory zu jenen deutschen Bands, die seit mehreren Dekaden erfolgreich Hardrock oder Heavy Metal abliefern. Eine ganze Dekade allerdings dauerte es bei Victory auch, bis das Album „Gods of Tomorrow“ als Nachfolger von „Don’t Talk Science“ aus dem Jahre 2011 erschien. Ein kompletter Besetzungswechsel um die Victory-Konstante Frank herum gehörte ebenfalls dazu.

Ganze Palette melodischen Gitarrenschwergewichts

Bandfoto von VictoryZusammen mit Sänger Gianni Pontillo, Gitarrist Mike Pesin, Bassist Malte Frederik Burkert und Schlagzeuger Michael Stein ist Frank dann aber auch ein recht ordentliches Heavy-Rock-Album gelungen. Auf „Gods of Tomorrow“ – ist dies wohl ein positiver Blick nach vorne? – versammelt sich traditioneller Heavy Metal ebenso wie Hardrock, Heavy Rock und hymnenhafter AOR sowie Stadionrock. Die ganze Palette melodischen Gitarrenschwergewichts also.

Was enorm positiv auffällt, ist die sehr gute und variantenreiche Stimme Pontillos. Sei es in Metallern wie dem Titelsong oder „Into the Ligth“, in dampfend-stampfenden Rockern wie „On Fire“, Headbangern wie „Cut to the Bone“ oder gar Powerballaden wie „Dying in your Arms“: Stets trifft Pontillo den richtigen Ton, klingt immer genau passend, nie verfehlt. Als Sänger ist Pontillo ein echter Glücksgriff für Victory.

Die ein oder andere Stangenware

Allerdings sind nicht alle der 14 Songs auf dem Album ein Glücksgriff: Unter hochwertige Titel hat sich die ein oder andere eher belanglose Stangenware verirrt. So zum Beispiel „Leave you alone“. Diesen CD-Bonus hätte man sich wirklich sparen können, ohne dass ein Wertverlust zu beklagen gewesen wäre. Wenn man von der ein oder anderen kompositorischen Unausgereiftheit absieht, dann ist „Gods of Tomorrow“ durchaus ein Album, welches Heavyrockern gefallen dürfte. Ein Sieg nach Punkten quasi. (Foto: Pressefoto)

„Gods of Tomorrow“ von Victory hat mit 14 Songs eine Laufzeit von 53:10 Minuten. Das Album ist erschienen bei AFM Records und im Vertrieb von Soulfood.

Anspieltipps: Gods of Tomorrow, Mad, My own Desire

www.victory-band.com

www.facebook.com/victorybandofficial

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