Die griechischen Metaller Khirki im Kölner MTC

Khirki und der reine Metal im Kölner MTC

Auf ihren Alben spicken die griechischer Khirki ihren Metal mit traditionellen Klängen des Balkans und Anatolinens. Lassen passend zu den oft durch griechische Mythologie inspirierten Texte die Melodien griechischer Volksmusik ertönen. Live und auf der Bühne dagegen fokussieren sich die Musiker aus Athen dagegen auf das harte Geschäft: keine Geige, keine Fidel, keine Klarinette, keine ungewöhnlichen Trommeln. So auch im Kölner MTC, wo Khirki am 24. April auf ihrer Tour namens „Through the clashing Rocks“ einen Stopp einlegten.

Gitarrist und Sänger Dimos Ioannou, Bassist Orestes Katsaros und Schlagzeuger Spiros Stefanis machten in dem kleinen Kellerclub auf der Zülpicher Straße viel Krawall. Zwar nicht lange – eine Stunde dauerte der Auftritt – aber dafür laut. Ohne die vielen Zwischentöne, die sonst so prägend für die metallischen Songs Khirkis sind, arbeitete sich das Trio sowohl durch Lieder des Debütalbums „Κτηνωδία“ als auch des Nachfolgers „Κυκεώνας“. Dennoch gelang es der Band, durch die eigentümlichen Gitarren- und die Gesangsmelodien die Charakteristika südosteuropäischer Volksweisen zu integrieren.

Ein echtes Gewitter

Die griechischen Metaller Khirki im Kölner MTC

Sogar unveröffentlichtes Songmaterial hatten Khirki parat: mit „Εθισμός“ (Ethismos, auf Deutsch Abhängigkeit) gab die Band einen Vorgeschmack auf das kommende und bislang noch nicht betitelte Album Nummer drei. „Der verrückteste Song den wir haben“, so Sänger Ioannou, setzte den Schlusspunkt: Auch live stellte sich „Bukovo“ als echtes Gewitter dar. Dazu, dass der Konzertabend im MTC deutlich länger als die eine Stunde Spielzeit Khirkis war, trugen drei weitere Bands bei.

Den Auftakt machten die Kölner Lokalmatadore Transonic Science mit stonergetränkem Rock und Bluesrock. Frank Meyer brachte mit seinen Mitmusikern eine gehörige Packung dreckigen Rock’n’Rolls samt Rampensaustyle und Ausflüge ins Publikum unters Folk. Dank The Strains aus Detroit „Rock City“ kam in sehr ordentlicher Lautstärke punkgetränkter Schweinerock mit einer Driergitarrenarmee und Rockstarposing zum Einsatz. Also ein langer Konzertabend mit verdammt viel Musik fürs Eintrittsgeld! (Fotos: Helmut Löwe)

khirkirocks.bandcamp.com

www.facebook.com/khirkiofficial

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