Cover des Albums "Romanticize the Dive" von Metric

Metric machen mit „Romanticize the Dive“ sehr viel richtig

Lust auf ein wenig Indie-Pop? Oder lieber Indie-Rock? Vielleicht doch eher Wave-Pop? Oder womöglich Wave-Rock? Wer sich nicht so richtig entscheiden kann, der setzt am besten auf die Kanadier Metric. Die haben nämlich alle guten Ingredienzien parat, um einen ausgewogenen und sehr hörbaren Indie-Pop-Wave-Rock abzuliefern. Und das auch auf ihrem neuen Album „Romanticize the Dive“. Auf dem Nachfolger von „Formentera II“ klingt zwar nicht alles super, aber sehr, sehr viel richtig.

Auf ihrem zehnten Album arbeiten Sängerin Emily Haines, Gitarrist Jimmy Shaw , Bassist Joshua Winstead und Drummer Joules Scott Key als eingespieltes Team traumhaft sicher Hand in Hand. Keyboardflächen legen sich über abwechslungsreiches Schlagzeugspiel, Gitarren begleiten die Songs oder huschen mit Riffs in den Vordergrund. Die Songs packen ausreichend Dynamik aus, sodass Metric sich deutlich von profanem Pop abheben. Und über allem liegt der heimelige und einschmeichelnde Gesang von Haines, die weiß, wie man ein Changieren der Stimmfarbe passgenau einsetzt.

Melodischer Rocker im Stile des New Wave

Die vier Mitglieder der kanadischen Band Metric

Auf das als Vorabsingle vorgestellte „Victim of Luck“ als solider Opener folgt das mit Streichern versehene und durch ein vermeintlich hibbeliges Schlagzeug geprägtes „Wild Rut“ als nette Steigerung. „Time is a Bomb“ hat den Charakter eines melodischen Rockers im Stile des New Waves. Da kommt rund um den Refrain auch schon mal richtig Druck auf, der zwischendurch durch niedlichen Gesang und zum Ende durch sanfte Klavierklänge abgefangen wird. Gut gemacht, Metric!

Auf Synthiepoprockpfaden wandert das Quartett mit „Crush forever“ – ein Kandidat für die Tanzflächen von Indiediscos. „Tremolo“ ist ein schönes Beispiel für einen Song, der auch mit leicht reduziertem Tempo Größe entwickelt. Während „As if you’re here“ wohl keinen Einzug in das Sammelalbum großer Songs hält, macht „Clouds to break“ als Ballade verdammt viel her. Und der Wave-Pop von „Leave you on a High“ weiß seine Botschaft als letzter Titel zu vermitteln und den Hörer am Ende von „Romanticize the Dive“ auf einem Hoch zurückzulassen. (Foto: Justin Broadbent)

„Romanticize the Dive“ von Metric hat mit elf Songs eine Laufzeit von 41:07 Minuten. Das Album ist erschienen auf dem Label Metric Music-Thirty Tigers und wird vertrieben von Open.

Anspieltipps: Wild Rut, Time is a Bomb, Tremolo, Clouds to break

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