Smashing Pumpkins sagen – fast alle – Deutschlandkonzerte ab

Den November hatten sich die deutschen Fans der Smashing Pumpkins bereits rot im Kalender angestrichen: Fünf Konzerte wollte die Truppe um den Sänger und Gitarristen Billy Corgan auf ihrer „The Other Side Of The Kaleidyscope Tour“ in der Republik geben. Doch daraus wird nun nichts: Bis auf den Auftritt im Berliner Tempodrom am 23. November  sind jene in Bremen, Köln, Offenbach und München abgesagt. Tickets können zurückgegeben oder gegen solche für das Berliner Konzert getauscht werden.

Als Begründung heißt es,  die Deutschland-Tour habe „aufgrund internationaler Verpflichtungen verkürzt“ werden müssen. Die Band werde nächstes Jahr zur Veröffentlichung von „Oceania“ zurückkehren. Dass diese „internationalen Verpflichtungen“ allerdings kaum von sehr großer Tragweite sind, mag man daran ersehen, dass die Konzerte unmittelbar sowohl vor als auch nach den abgesagten Deutschlandterminen weiterhin stattfinden.

„Ihr könnt euch so’n Scheiß nicht mehr leisten!“

Viele der Fans äußern wenig Verständnis für die Entscheidung des Tourmanagements:  „… and have no reasonable excuse for having the shows ‚postponed‘. Sickness is comprehensible, bad management (having the fans pay the price) is not“, postet Carolina Cunha als Kommentar zur Konzertabsage auf der Facebook-Seite der Smashing Pumpkins. Esther Barth meint. „SP war mal eine Hammer Band… in den 90ern. Aber wir sind nicht mehr in den 90ern. Ihr könnt euch so’n Scheiß nicht mehr leisten!!!!“

Die meisten mutmaßen – wohl richtigerweise – dass der schleppende Ticketvorverkauf für Hallen wie das Kölner Palladium oder das Münchner Zenith ausschlaggebend für die Absage war. In solch einem Falle ist das Management – ob jenes der Band oder das der Tour – allerdings gut beraten, nicht auf fadenscheinige Ausreden zurückgreifen, sondern die Flucht nach vorne anzutreten und mit der Wahrheit herauszurücken.

Als Beispiel kann dabei das Management des einstigen „Superstars“ Mehrzad Marashi dienen, das nicht lange hinterm Vorhang hielt und mangelnde Vorverkaufszahlen unumwunden für die Tourabsage im Herbst 2010 zugab (Electrictunes berichtete). (Foto: Anton Corbijn)