Magnum - The Monster roars, Cover

Magnum liefern „The Monster roars“ in gewohnt guter Qualität

Britische Musiker sind unermüdlich. Und sie sind langlebig. So wie zum Beispiel Deep Purple, die seit einem halben Jahrhundert Hardrock machen. Oder wie die Rolling Stones, die seit 1962 aktiv sind. Oder wie Status Quo, seit Mitte der 60er Jahre die Boogierock-Könige. Wen man ebenfalls dazu zählen muss, sind Magnum. Die britischen Melodic- und Hardrocker sind seit 1972 zugange – mit einer sechsjährigen Pause. Und liefern seit Längerem schon alle zwei Jahre ein neues Studioalbum ab.

Mit „The Monster roars“ haben Magnum nun ihr 22. Studioalbum am Start. Und auch auf diesem legen die beiden Gründungsmitglieder, Sänger Bob Catley und Gitarrist Tony Clarkin, sowie deren Kollegen Rick Benton (Keyboards), Dennis Ward (Bass) und Lee Morris (Schlagzeug) in gewohnter Art vor: Von Keyboards geprägte Rockmusik mit großen Melodien, die in ihrer Kombination wie eine musikalische Fantasywelt wirken. Magnum erzählen halt nicht bloß mit Texten Geschichten, die Musik Magnums ist die Geschichte.

Dynamische Melodien statt lautem Brüllen

Bandfoto von MagnumAnders als der Albumtitel womöglich glauben machen will: auf „The Monster roars“ brüllt nichts. So wie es bei Magnum eigentlich noch nie wirklich gebrüllt hat. Vielmehr sind auch die Songs Magnums im Jahre 2022 so, wie man sie als Fan bereits seit Jahrzehnten kennt und eigentlich auch liebt. Dynamisch pendeln die Titel zwischen sanften und balladesken Klavierklängen sowie ab und an gewittrigen Gitarrenriffs. Und weisen immer noch jenen klassisch anmutenden Bombast auf, der schon das über 35 Jahre alte Album „On a Storyteller’s Night“ ausmachte und zu einem Meisterwerk Magnums werden ließ.

„Remember“ macht einmal mehr deutlich, mit wie viel Gleichberechtigung Gitarre und Klavier, Drums und Keyboards, Bass und Gesang gemeinsam agieren. Heftige Tastenanschläge begleiten satte Gitarrenriffs dort, wo andere Bands ein solches Nebeneinander gerne ausschließen. Dass die Musiker nach vielen Dekaden es noch immer schaffen, die ein oder andere Unbekannte aus dem Hut zu zaubern, verdeutlicht „No steppin‘ Stones“: Bläser werten den im Grunde genommen belanglosen Song aus dem Magnum-Kompositionsrepertoire ganz schön auf.

Leider fehlt „I won’t let you down“ ein solches Highlight, sodass der Song allenfalls den Stempel Standardware verdient. Keine Standardware dagegen ist der Gesang Catleys: Obwohl er schon 74 Jahre alt ist, hat der Brite kaum etwas von seiner prägnanten und variablen Stimme verloren. Catley glänzt auch auf „The Monster roars“ in der Rolle des außergewöhnlich guten Rocksängers. Auch auf ihrem 22. Studioalbum legen Magnum die Latte für das von ihnen bediente Genre des melodischen Hardrocks hoch! (Foto: Rob Barrow)

„The Monster roars“ von Magnum hat mit zwölf Songs eine Laufzeit von 58:47 Minuten. Das Album erscheint auf dem Label Steamhammer und ist im Vertrieb von SPV.

Anspieltipps: The Monster roars, Remember, Your Blood is Violence, Can’t buy yourself a Heaven

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