Wenn es ums Komponieren geht, ums Songwriting, dann sind Danko Jones echte Arbeitstiere: zwischen dem Debütalbum „Born a Lion“ und dem jüngsten Studiowerk „Leo Rising“ liegen 23 Jahre, in denen insgesamt zwölf Platten erschienen sind. Das muss den Kanadiern erst einmal jemand nachmachen, jedes zweite Jahr ein neues Album herauszuhauen. Und auf jedem Album stets gleich stark zu klingen. Denn auch mit „Leo Rising„ ist das Trio seinem Stil des schnörkellosen Haudraufrocks treu geblieben.
Irgendwie unterscheiden sich Danko Jones kaum von AC/DC und den seligen Motörhead: Man weiß als Fan genau, was man bekommt, wenn man sich eine neue Studioplatte seiner Band kauft. Man will aber auch genau dies von den Bands haben. Kein neumodischer Firlefanz, kein Neuerfinden, keine Experimente sollen aus den Lautsprechern dröhnen. Wie gut, dass Gitarrist und Sänger Danko Jones, Bassist John Calabrese und Drummer Rich Knox genau diese Erwartungshaltung erfüllen. Auch zum Ende des Jahres 2025 hin.
Einfach ehrliche Rock-Hausmannskost

Dass man als Band genau dies im Sinne hat, macht Frontmann Danko eindrücklich klar: „Ich könnte jetzt die üblichen Phrasen über unseren Schreibprozess, neue Inspirationen, experimentelle Ausflüge und all das dreschen. Aber die Wahrheit ist: Das hier ist eine weitere Portion erstklassiger Hardrock, serviert mit Bass, Drums, Gitarre und Gesang. Kein Schnickschnack, einfach ehrliche Rock-Hausmannskost, die dir ein zufriedenes Grinsen ins Gesicht drückt – am besten bei heruntergekurbelten Fenstern.“
Wer immer noch Zweifel hegt, was Danko Jones wirklich im Sinn haben, der wird im Nullkommanichts durch den Opener „What you need“ aufgeklärt: „Wenn du es willst, bekommst du es, wir geben dir, was du brauchst.“ Danko Jones singen ihre Message über tosende Gitarren, Basssounds in die Fresse und Drums voll auf die Zwölf lautstark hinaus. Den gleichen Charakter offenbaren Songs wie „Diamonds in the Rough“, „Hot Fox“, „It’s a Celebration“ oder „Too Slick for Love“. Zwar sitzt nicht alles auf „Leo Rising“ voll und ganz, dennoch reiht sich das Album mühelos in das Œuvre Danko Jones’ ein. (Foto: Ole Martin Wold)
„Leo Rising“ von Danko Jones hat mit elf Songs eine Laufzeit von 37:59 Minuten. Erschienen ist das Album auf dem Label Perception/Reigning Phoenix Music und wird von Warner vertrieben.
Anspieltipps: What you need, Diamonds in the Rough, Gotta let it go