Cover von Anvils "Impact is Imminent"

Anvil und „Impact is Imminent“ – wieder schlägt der Amboss ein

Dieser Amboss ist wie ein Fels in der Brandung. Mal wieder. Denn auch mit ihrem mittlerweile 19. Studioalbum stemmen sich die Kanadier Anvil entschlossen gegen jede profane und schnell wieder verschwindene Strömung im Musikozean. Auf „Impact is Imminent“ liefern Sänger und Gitarrist Steve „Lips“ Kudlow, Drummer Robb Reiner und Bassist Chris Robertson mal wieder das, was sie seit 40 Jahren abliefern: schnörkellosen Heavy Metal und Thrash Metal.

Die Kanadier, die schon Alben mit Speed- und Thrash Metal veröffentlichten, als „The Big Four“ (Anthrax, Megadeth, Metallica, Slayer) noch im Proberaum standen, gelten zwar als Metal-Underdogs, aber das macht ihnen überhaupt nichts aus. Unverdrossen und unermüdlich produzieren Anvil nun schon vier Dekaden lang Song um Song, Album um Album. Und das meist in gleich guter Qualität. Was von den Fans extrem goutiert wird. Also dürften Fans auch das neue Album „Impact is Imminent“ goutieren, denn sie bekommen das, was sie erwarten.

Bandfoto von AnvilLips, der Zauberer

So zum Beispiel erhalten Fans der ersten Anvil-Jahre mit dem Opener „Take a Lesson“ quasi das Pendant zu „Metal on Metal“. Mit Doublebass- und Speedmetalanteil in der Songmitte allerdings variantenreicher. Und wer sich „Ghost Shadow“ anhört, wird sich vielleicht freuen, Ähnlichkeiten zu „Winged Assasins“ zu erkennen. Mehr Speedmetal gefällig? Dann ist „Bad Side of Town“ sicherlich des Hörers Ding. Wem eher nach Headbangen und Metal mit „teutonischem“ Anstrich ist, der gönnt sich „Fire Rain“.

„Mit „Lockdown“ haben Sänger Lips, Robb und Chris ein ein kleines Monster geschaffen: Der Song, der die Coronapandemie zum Thema hat, ist wie ein kriechendes Ungeheuer, das sich langsam aber unaufhaltsam seinen metallenen Weg bahnt. Dass alles Schlechte auf der Welt – nicht nur eine Pandemie – irgendwann verbannt sei, das schwebt Lips in „Wizard’s Wand“ vor: „Was würde ich eigentlich tun, wenn ich ein Zauberer wäre? Ich würde die Welt zum Guten verändern!“.

Spaß muss sein

Kein Album von Anvil ohne Spaß: musikalisch einen ungewöhnlichen Weg schlagen Lips & Co. Mit den Instrumentaltiteln „Teabag“ und „Gomez“ ein. Rock’n’Roll und Rockabilly wird ausgepackt, die Kompositionen sind nahezu identisch. Allerdings punkten Anvil in „Gomez“ nicht nur mit der Wiederholung des „Teabags“ – nein, sie streuen ganz viele Bläser darüber. So kommt gar Big-Band- und Swingatmosphäre auf. Mit „Impact is Imminent“ haben Anvil mal wieder Album am Start, das durchaus weit oben in der Anvil-Diskographie rangiert. (Foto: W. Cliff Knese)

„Impact is Imminent“ von Anvil hat 14 Songs und eine Laufzeit von 49:58 Minuten. Das Album ist erschienen bei AFM Records und wird von Soulfood vertrieben.

Anspieltipps: Fire Rain, Someone to hate, Wizard’s Wand, Lockdown, Gomez

www.facebook.com/anvilmetal

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