Rage - Resurrection Day

Rage und „Resurrection Day“ – Auferstehung ohne Verschleißerscheinung

Die Herner Metaller Rage sind nicht nur alte Hasen im Heavy-Metal-Geschäft – seit Mitte der 80er Jahre tummeln sie sich im Business – sie wissen auch auf ihrem neuen Album, was die Fans wünschen. „Resurrection Day“ bietet das, was man von Bandkopf Peter „Peavy“ Wagner und wechselnden Mitmusikern erwartet und was sie dauerhaft gut umsetzen: klassischen Heavy Metal, Speedmetal, Powermetal und eine kleine Prise Thrash – stets auf die melodische Tour.

„Ich habe den Eindruck, dass unser Sound einerseits zwar immer noch Rage-typisch ist, andererseits aber eine junge Frische hinzugewonnen hat.“ So beschreibt Wagner kurz und knapp den Tag der Auferstehung, wie „Resurrection Day“ passend übersetzt ist. Der Übergang vom Intro hin zum Titelsong, der in typischer Rage-Manier drauflos brettert, ist fließend. Und kaum weniger pausenlos fließen die weiteren Werke des Quartetts aus den Lautsprechern.

Von Riffgranaten bis zu melodischen Refrains

RageDer Hörer bekommt Riffgranaten, Schlagzeuggeballer, knifflige Gitarrensoli und sehr melodische Refrains. Auch „A New Land“ ist ein solch klassischer Rage-Metaller mit deftigen Riffs und schönem Solo – alleine die Gesangslinie des Refrains hat, anders als die anderen melodiösen Refrains anderer Titel, etwas von einem seichten Metalschlager. Na gut, der kernige Einstieg von „Arrogance and Ignorance“ holt einen schnell wieder zurück in die „pure“ Schwermetallwelt. Sogar der ein oder andere Growl hat sich in den Song verirrt.

Das exzellente „Age of Reason“ ist quasi eine Fusion der verschiedenen musikalischen Elemente des Metalkosmos‘ von Rage: der klassische Teil mit Streichern, dessen Elemente im Titel immer mal wieder aufgegriffen werden, pfeilschnelles Gitarrenriffgewitter mit Doublebass-Fundament, eingängiger Refrain, welcher sich auch auf Konzerten gut fürs Mitsingen des Publikums eignet. Nicht zu vergessen eine Glanzleistung in Sachen Gitarrensolo. Der Song geht fast schon als Höhepunkt im Mittelteil durch.

Auf der Höhe der Zeit

Mit „Resurrection Day“ präsentieren sich Rage musikalisch auf der Höhe der Zeit. Die Band zeigt keinerlei Verschleißerscheinung und hält es damit in etwa so wie die Landsleute von Accept: Auch nach dem x-ten Album verfällt man nicht in Experimente, sondern liefert das ab, was man exzellent beherrscht: Heavy Metal klassischer Art auf gekonnte Art! Lust auf coolen Metal aus deutschen Landen? Dann bitte bei „Resurrection Day“ von Rage bedenkenlos zugreifen. (Foto: Julez Braun)

Rages „Resurrection Day“ hat mit zwölf Songs eine Laufzeit von 50:06 Minuten. Das Album wird verlegt von Steamhammer und vertrieben von SPV.

Anspieltipps: Virginity, Arrogance and Ignorance, The Age of Reason, Extinction Overkill

www.rage-official.com

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